Neue Mitwirkungsverordnung für WfB

Die Diakonie hat die Mitwirkungsverordnung für Werkstätten(DMWV) an das BTHG angepasst.

Umsetzung des BTHG in BaWü:
Mehr Selbstbestimmung, mehr Teilhabe, mehr Mitsprache

Das Land Baden-Württemberg schafft mit der konsequneten Umsetzung des BTHG die Voraussetzungen, um die Situation für über 80.000 Menschen mit Behinderungen im Südwesten zu Verbessern.

 „Kernstück des Gesetzes ist ein ganz elementarer Systemwechsel: weg vom Fürsorgeprinzip, hin zum Menschen, der mit seinen individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Damit entwickeln wir das deutsche Recht in Bezug auf die UN-Behindertenrechtskonvention weiter“, betonte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha. „Künftig werden die Bedarfe, Fähigkeiten und Einschränkungen jedes und jeder Einzelnen genau angeschaut – daraus ergibt sich dann der jeweilige Hilfe- und Unterstützungsbedarf. Für die Betroffenen bringt das Gesetz eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensumstände“, betonte Lucha. Das Gesetz stärke unter anderem das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen, die künftig selbst entscheiden können, wie und wo sie leben wollen. Die Betroffenen erhalten außerdem bessere Teilhabechancen am Arbeitsmarkt. „Dies geschieht durch die sinnvolle Ergänzung um weitere Leistungsanbieter neben anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen sowie die Einführung des ,Budgets für Arbeit‘“, erklärte der Minister.

Bei der Ausführung des Gesetzes im Land werde zudem eine umfangreiche Mitsprache der Betroffenen gewährleistet. Mit dem Instrument der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF – International Classification of Functioning, Disability and Health) wird der Bedarf in der Eingliederungshilfe ermittelt. Leistungsträger, Leistungserbringer und Vertretungen von Menschen mit Behinderungen im Südwesten werden das Instrument auf baden-württembergische Bedürfnisse anpassen, um gleiche Lebensverhältnisse innerhalb des Landes zu gewährleisten.

Mit der Einführung der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ wird auch die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen durch eine von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängige Beratung gestärkt. Zuständig für die Bedarfsermittlung sind wie bisher die Stadt- und Landkreise als Träger der Eingliederungshilfe.

Die nächsten Schritte

Anfang 2017 trat bereits die erste Stufe des Bundesteilhabegesetzes in Kraft: mit ersten Verbesserungen bei der Einkommens- und Vermögensberücksichtigung sowie Änderungen im Schwerbehindertenrecht. Zu Beginn des Jahres 2018 sieht das Bundesteilhabegesetz nun zwei weitere wichtige Umsetzungsschritte vor: die Einführung einer neuen Bedarfsermittlung und der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung.

Statistik der Behinderung in Baden-Württemberg

Laut Statistischem Landesamt bezogen im Jahr 2016 81.166 Personen die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nach Kapitel 6 SGB XII – die Form der Sozialhilfe mit den meisten Empfängerinnen und Empfängern; 70,6 Prozent der behinderten Menschen (57.316) erhielten Leistungen in Einrichtungen. Bei den Hilfeleistungen für diese Personen handelte es sich in der Hauptsache um Leistungen in anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (30.975 Fälle) sowie um Hilfen zum selbstbestimmten Leben in einer Wohneinrichtung (25.118 Fälle). 10.074 behinderte junge Menschen in Einrichtungen bekamen im Laufe des Jahres Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung. Bei den Hilfeleistungen für behinderte Menschen außerhalb von Einrichtungen stand das selbstbestimmte Leben im Vordergrund. 14.965 Menschen erhielten Hilfen in (ambulant) betreuten Wohnmöglichkeiten. 7.489 behinderte Kinder außerhalb von Einrichtungen erhielten Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung.

Pressemitteilung des Staatsministeriums im Volltext. Weitere Informationen.

Baden-Württemberger Erklärung zur Teilhabe am Arbeitsleben

Die LAG hat inzwischen ihre Stellungnahme abgegeben. In der darin enthaltenen Baden-Württemberger Erklärung zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit hohem Hilfebedarf stellen die Verbände lapidar fest:

  • Der Entwurf des Bundesteilhabegesetztes (BTHG) steht nicht im Einklang mit der UN-Behindertenrechts- Konvention und dem Grundgesetz der BRD.
  • Das BTHG darf nicht die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung mit höherem und hohem Hilfebedarf zementieren.

Unsere Forderungen:

  • Die Teilhabe aller Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben muss ermöglicht werden.
  • Das Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit muss fallen!

Der LAG-Vorstand Michael Buss hat unsere Forderungen am 30.06.2016 im Rahmen eines Bürgergesprächs im BMFSFJ voirgetragen.

Teilhabe statt Ausgrenzung!
Lebenshilfe zum Bundesteilhabegesetz und zum Pflegestärkungsgesetz

„Bundesteilhabegesetz und Pflegestärkungsgesetz III können so nicht bleiben.“ Das teilt Ulla Schmidt mit, die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. „Das Gesetzespaket“, so Ulla Schmidt weiter, „enthält zwar Fortschritte, die auf langjährigen Forderungen der Lebenshilfe beruhen, aber die drohenden Verschlechterungen für Menschen mit geistiger Behinderung sind inakzeptabel. Besonders die Ausweitung des Ausschlusses von Leistungen der Pflegeversicherung im Pflegestärkungsgesetz ist eine Diskriminierung von Menschen, die als Versicherte Beiträge zahlen!“

Die Forderungen der Lebenshilfe zum Bundesteilhabegesetz und zum Pflegestärkungsgesetz sind:

  • Menschen mit geistiger Behinderung brauchen zur Unterstützung Eingliederungshilfe: In der Schule, beim Wohnen, bei der Arbeit und in der Freizeit. Die Bundesregierung will die Eingliederungshilfe ändern. Dazu fordert die Lebenshilfe:
  • Der Zugang zu den Leistungen der Eingliederungshilfe darf nicht so begrenzt werden, dass Menschen, die in weniger als 5 Lebensbereichen Einschränkungen aufweisen, ausgeschlossen sind. Eine solche Hürde ist zu hoch.
  • Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf dürfen nicht von der Pflegeversicherung ausgeschlossen werden. Das ist Diskriminierung. Sie brauchen zur Teilhabe beides: Leistungen der Eingliederungshilfe und der Pflege.
  • Die Kosten der Unterkunft für das Wohnen in Wohnstätten dürfen nicht willkürlich begrenzt werden. Wenn das Wirklichkeit wird, droht vielen Wohnstätten für Menschen mit geistiger Behinderung das finanzielle Aus und die Menschen verlieren ihr Zuhause.
  • Kein Gemeinschaftszwang! Menschen mit Behinderung dürfen nicht gezwungen werden, ihre Unterstützung mit anderen zu teilen – vor allem nicht beim Wohnen und in der Freizeit.
  • Auch Menschen mit einer geistigen Behinderung dürfen nicht von den verbesserten Regelungen zur Heranziehung ihres Vermögens ausgeschlossen werden. Auch sie haben ein Recht auf ein Sparbuch.

Ohne diese Änderungen drohen deutliche Verschlechterungen gerade für Menschen mit geistiger Behinderung. Das kann die Lebenshilfe nicht akzeptieren!
Auch die Anthropoi-Selbsthilfe fordert nun wegen des zur Verabschiedung im Bundesrat anstehenden BTHG und des Dritten Pflegestärkungsgesetzes PSGIII zu Schreiben an die Abgeordneten auf: Mehr zur Kampagne „Abgeordnete aufrütteln – Bessere Teilhabe jetzt!hier. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik Aktuelles.

Betrieblich integrierte Arbeitsplätze:
Das Konzept Werkstatt nach Wunsch

Betriebsintegrierte Arbeitsplätze gewinnen in Werkstätten an Bedeutung. Eine Fachtagung von 53° Nord am 1. und 2. Juni 2016 in Kassel beleuchtete die Chancen und Probleme von Außenarbeitsplätzen, insbesondere von Arbeitsmöglichkeiten in Sozialeinrichtungen. Praktiker berichteten über Arbeitsplätze in Altenheimen und Kindergärten, in Krankenhäusern, Schulen, Jugendherbergen sowie in Behörden und Verwaltungen. Tenor: Soziale Einrichtungen bieten für Menschen mit Behinderung viele geeignete Tätigkeiten und tun sich besonders leicht mit der Akzeptanz ihrer Besonderheit. Mehr …

Supported Employment
(Unterstützte Beschäftigung):
Arbeiten trotz Erwerbsunfähigkeit

Wozu gibt es Werkstätten? Die Antwort lautet üblicherweise: Damit auch diejenigen arbeiten können, die wegen ihrer Behinderung auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben.

Entsprechend ist das Kriterium für die Aufnahme in eine WfbM die „Nichtvermittlungsfähigkeit aufgrund der besonderen Schwere der Behinderung“. Tatsächlich haben fast alle Werkstattbeschäftigten in einem üblichen Ausschreibungsverfahren keine Chance auf einen Arbeitsplatz. Dennoch ist die Gleichung: „Besonders schwer behindert = auf die Werkstatt angewiesen“ nur noch bedingt richtig. Tatsache ist: Ein Teil der Menschen mit einer „besonderen Schwere der Behinderung“ kann mit der richtigen Hilfestellung auch außerhalb der Werkstatt Arbeit finden. Bei der Vermittlung spielen Werkstätten eine entscheidende Rolle.

Seit den frühen 90er Jahren erprobten in Deutschland Fachdienste eine Methode, die in den USA damals schon sehr erfolgreich war: Das Supported Employment, zu Deutsch: Unterstützte Beschäftigung. Das Vorgehen wurde speziell für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung entwickelt, hat sich mittlerweile aber auch bei der Vermittlung anderer benachteiligter Gruppen des Arbeitsmarktes bewährt.

Die Methode bedient sich eines Dreifachtricks:

  • Unterstützte Beschäftigung umgeht das übliche Bewerbungsverfahren. Sie vermittelt behinderte Menschen sozusagen durch die Hintertür.
  • Sie kehrt unseren gängigen Qualifizierungsansatz um. Statt jemanden zunächst zu qualifizieren und ihm damit gute Chancen für das Bewerbungsverfahren zu verschaffen, sucht sie für die Teilnehmer zuerst einen Job und vermittelt die dafür erforderlichen Fähigkeiten anschließend vor Ort in der Echtsituation. Statt „erst qualifizieren, dann vermitteln“ also „erst vermitteln, dann qualifizieren“.
  • Sie vermittelt ihre Teilnehmer gar nicht auf bestehende Stellen, sondern erfindet neue Arbeitsplätze und gestaltet sie passgenau: Durch das Herauslösen von Tätigkeiten aus betrieblichen Abläufen und ihre Kombination mit weiteren Aufgaben. So entsteht ein neuer Arbeitsplatz, der auf die individuellen Fähigkeiten der Person zugeschnitten ist.

Diese Aufgaben trainiert der Arbeitsbegleiter mit dem Beschäftigten so lange, bis dieser sie beherrscht. Er entwickelt ggf. erforderliche Hilfen und leitet die Kollegen im Umgang mit dem neuen Mitarbeiter an. In der Regel findet sich auch jemand, der ihn als „Mentor“ oder „Pate“ unter seine Fittiche nimmt, das, was in der Werkstatt die Aufgabe des Gruppenleiters wäre. Veränderte Arbeitszeiten und eventuell auch Pausenregelungen tun ein Übriges. Meist entstehen so erstaunlich stabile Beschäftigungsverhältnisse, die auch Krisen oder Umstrukturierungen überdauern können.

Die „Fachdienste für betriebliche Integration“ helfen

In vielen Werkstätten hat das Vorgehen mittlerweile Fuß gefasst. Die Fachdienste für betriebliche Integration -  beim für BaWü zuständigen KVJS heißen sie Integrationsfachdienste - nutzen es in der Regel, um Beschäftigte auf Außenarbeitsplätze zu vermitteln. Wenn sich der Erfolg nicht recht einstellen will, sollte man sich die Bedingungen anschauen, unter denen die Kollegen arbeiten: Sind die Fachkräfte Einzelkämpfer, die diese Aufgabe vielleicht sogar neben anderen Tätigkeiten übernehmen? Ernsthaftigkeit und eine gute Motivation ist die erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Vermittlung. Ein Vermittler muss von seiner Aufgabe überzeugt sein, nur dann kann er auch die Betriebe überzeugen. Arbeit im Team ist dabei auf Dauer sehr hilfreich.

  • Wird der Vermittlungsgedanke von der Leitung und den Kollegen getragen oder hat der Vermittelnde eher eine Feigenblattfunktion im Sinne von „Seht her, wir sind auch auf diesem Feld aktiv“? Die Grundhaltung einer WfbM spielt eine entscheidende Rolle. Vermittlungen können von der Leitung und den Kollegen befördert oder boykottiert werden.
  • Ist der Vermittler auf seine Aufgabe vorbereitet oder wird er ins kalte Wasser gestoßen und lernt über Versuch und Irrtum? Unterstütze Beschäftigung ist eine Methodik, die sich deutlich von der Gruppenleitertätigkeit in der Werkstatt unterscheidet und auf die auch eine Sozialarbeiterausbildung nicht vorbereitet. Wer von Anfang an erfolgreich sein will, sollte eine entsprechende Ausbildung absolvieren.

Speziell auf die Vermittlung aus der Werkstatt zugeschnitten ist eine neue Qualifizierung, die 53° Nord in diesem Jahr erstmals anbietet. Sie umfasst drei Blöcke á vier Tage und ein zweitägiges Abschlussmodul und bereitet auf alle wichtigen Themen der Vermittlung vor. Nähere Informationen finden Sie hier.

Mittendrin - auch im Alter: Lebenshilfe fordert
mehr Teilhabe für Senioren mit geistiger Behinderung

In den letzten Jahrzehnten gab es in Deutschland kaum alte Menschen mit geistiger Behinderung – schreckliche Nachwirkung der systematischen „Euthanasie“-Morde durch die Nationalsozialisten. Heute erreicht erstmals eine ganze Generation das Rentenalter. Zudem sorgt die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung auch für eine individuell höhere Lebenserwartung bei diesem Personenkreis: Frauen und Männer mit geistiger Behinderung in Deutschland werden so alt wie nie zuvor.

Wie kann umfassende Teilhabe für Seniorinnen und Senioren mit Behinderung gesichert und ausgebaut werden? Die Bundesvereinigung Lebenshilfe hat mit ihrer Veranstaltung am 17. und 18. September „Mittendrin – auch im Alter. Senioren mit geistiger Behinderung in der Gesellschaft" ein bundesweites Forum zum Thema angeboten. Dabei wurde auch das Positionspapier der Lebenshilfe „Mittendrin – auch im Alter! Senioren mit geistiger Behinderung in der Gesellschaft“ mit einer deutlichen Beschreibung des Handlungsbedarfs vorgestellt.

Gefordert werden darin:

  • flexible Arbeitszeitmodelle in den Werkstätten für Menschen mit Behinderung für den Übergang ins Rentenalter,
  • eine Weiterentwicklung der Leistungs- und Vergütungsvereinbarungen für Senioren-Tagesangebote, damit diese „mittendrin“, bedarfsgerecht und vielfältig sein können,
  • die Möglichkeit, auch im Alter in der gewohnten Umgebung, z.B. im Wohnheim, bleiben zu können,
  • eine unabhängige, individuelle Beratung für die Gestaltung dieser neuen Lebensphase,
  • ein Leistungsrecht, das die Kombination von Eingliederungshilfe, Grundsicherung und Pflegeleistungen in vollem Umfang erlaubt.

„Wir brauchen eine Praxis der Leistungsgewährung, die Menschen mit Behinderung nicht diskriminiert, die eindeutig ist und die sich an den Teilhaberechten der UN-Behindertenrechtskonvention orientiert und ihr Wunsch- und Wahlrecht in den Mittelpunkt stellt“, so Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags. „Dabei steht viel auf dem Spiel für Menschen mit geistiger Behinderung: Werden sie ein Alter in Armut und Einsamkeit erleben – oder eines in Respekt und Selbstbestimmung, mitten in der Gesellschaft? Die Antwort sollte für uns alle klar sein.“

Versorgung von Menschen mit besonderen Bedarfen:
Positionspapier der Diakonie Württemberg

Wie steht es um die Versorgungssituation von Menschen mit geistiger Behinderung, herausfordernden Verhaltensweisen und einem intensiven Betreuungsbedarf? Vertreter diakonischer Einrichtungen haben in zweijähriger Arbeit die Nachfrage von Leistungsträgern und Angehörigen mit dem tatsächlichen Angebot verglichen. Die Ergebnisse beschreiben sie in einem Positionspapier der Diakonie Württemberg zur aktuellen Versorgung und zu notwendigen Weiterentwicklungen im Sinne dieser Menschen und ihrer Familien. Eine weitere Konsequenz ist die Einrichtung einer neuen AG „Umgang mit herausforderndem Verhalten“, die sich mit Rahmenbedingungen und Konzepten der Versorgung von Menschen mit herausfordernden Verhaltensweisen befasst.

Fakten zur Eingliederungshilfe

Hintergundinformationen und Fakten zur Eingliederungshilfe bietet die Lebenshilfe auf dieser Webseite an. Leistungen der Eingliederungshilfe erhalten Menschen mit einer geistigen, körperlichen oder psychischen Behinderung, die länger als sechs Monate anhält und die den Menschen wesentlich in seiner Teilhabe einschränkt.

Die Leistungen werden erbracht, um die Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und behinderten Menschen so die Chance zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen.

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Senioren mit Behinderung: mittendrin!
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Das BTHG darf nicht die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung mit höherem und hohem Hilfebedarf zementieren.

Das
„Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit“
muss fallen!
 

Eingliederungshilfe

Sozialminister Manne Lucha: “Kernstück des Gesetzes ist ein ganz elementarer Systemwechsel:
Weg vom Fürsorgeprinzip, hin zum Menschen, der mit seinen individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen im Mittelpunkt steht.”

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