Anspruch auf Schulbegleitung
auch fĂŒr FörderschĂŒler

Auch beim Besuch einer Förderschule besteht ein Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe. Der Fall: Ein jetzt 14-jĂ€hrige SchĂŒler besucht ein sonderpĂ€dagogisches Bildungs- und Beratungszentrum.  Neben mit frĂŒhkindlichem Autismus bestehen bei ihm eine Störung des Orientierungssinns sowie Weglauftendenzen. Er benötigt auf Grund eingeschrĂ€nkter grob- und feinmotorischer FĂ€higkeiten auch Hilfe bei zahlreichen Alltagsverrichtungen (Toilettengang, An- und Ausziehen, Essen mit Messer und Gabel etc.).

Das Landratsamt ĂŒbernahm „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" Kosten der Schulbegleitung zur pĂ€dagogischen Betreuung im Umfang von nur 13 Wochenstunden im Schuljahr 2014/2015 und argumentierte, die Schule fĂŒr geistig behinderte Kinder mĂŒsse jedem SchĂŒler auch eine individuelle und an seinen Ressourcen orientierte Förderung bieten: die zĂ€hle zum Kernbereich der pĂ€dagogischen Arbeit.

Das Landessozialgerichts befand in 2. Instanz die BeschrĂ€nkung der Schulbegleitung auf 13 Wochenstunden als rechtswidrig Maßgeblich sind nach der Auffassung des Senats Art und Schwere der Behinderung und deren Folgen im konkreten individuellen Einzelfall. Mehr …

Privatschulen fĂŒr Geistige Entwicklung

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Baden-WĂŒrttemberg der sonderpĂ€dagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (GENT) hat uns die Liste ihrer Mitgliedsschulen zu VerfĂŒgung gestellt.

Umgang mit sexualisierter Gewalt
gegen Menschen mit Behinderung.

Der Runde Tisch in Stuttgart „UnterstĂŒtzungs- und PrĂ€ventionsangebote gegen (sexualisierte) Gewalt an Menschen mit Behinderung“ hatte es sich 2014/2015 zur Aufgabe gemacht, vorhandene Informationen zu diesem Themenbereich aus verschiedenen Systemen, wie der Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe, der Eingliederungshilfe sowie aus dem Bereich Schule und Justiz zusammenzutragen und dieses Thema in Stuttgart voran zu bringen. Aktuelle Bedarfe in diesem Bereich wurden dort gesammelt, besprochen und in 3 Arbeitsgruppen weiter bearbeitet.

Eine der drei Arbeitsgruppen, die „AG Qualifizierung“ hat zum Them Umgang mit sexualisierter Gewalt eine Handreichung entwickelt. Ein eigenes institutionsinternes Vorgehensmodell fĂŒr Ihre Einrichtung, das auf Basis der vorliegenden Handreichung erarbeitet wird, macht es Mitarbeitenden in Einrichtungen der Behindertenhilfe möglich, zeitnah und wohlĂŒberlegt bei Verdacht, Meldung oder Beobachtung von sexualisierter Gewalt zu reagieren. Ansprechpartner*innen zur nĂ€heren ErlĂ€uterung und fĂŒr weitere Informationen zum Runden Tisch sind am Anfang des Dokuments benannt.

Beachten Sie dazu bitte auch diese Meldung von KOBRA eV

FuB, WfbM, BW

Menschen, die aufgrund der Schwere ihrer Behinderung die Voraussetzungen fĂŒr eine sonderpĂ€dagogische Weiterbildung oder BeschĂ€ftigung in einer Werkstatt fĂŒr behinderte Menschen (WfbM) oder einer BeschĂŒtzenden Werkstatt (BW) nicht oder noch nicht erfĂŒllen, werden im Förder- und Betreuungsbereich (FuB)  begleitet, gefördert und betreut. Dachorganisation der WfbM in Baden-WĂŒrttemberg ist die Landesarbeitsgemeinschaft der WerkstĂ€tten fĂŒr behinderte Menschen Baden-WĂŒrttemberg e.V., die wiederum in der Bundesarbeitsgemeinschaft WfbM organisiert ist.

Arbeit und Bildung fĂŒr Menschen mit hohem Bildungsbedarf

"Arbeit und Bildung fĂŒr Menschen mit hohem Bildungsbedarf - Konzepte und Projekte zur Weiterbildung der Förder- und Betreuungsbereiche FuB" war das Thema einer Fortbildungsveranstaltung der AV DEBW (Arbeitsgemeinschaft Angehörigenvertretungen diakonischer Einrichtungen der Behindertenhilfe in WĂŒrttemberg) bei der BeschĂŒtzenden WerkstĂ€tte Heilbronn am 04.05.2013.

Frau Hermann/ GeschĂ€ftsbereich Soziales LRA Lörrach schildert das KVJS-geförderte Projekt: GrundsĂ€tzlich wollen Menschen mit Behinderung gebraucht werden. Die Hilfeplanung muss alle 6-8 Wochen nachverfolgt werden. FuB- und sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter der WfbM mit 6:1-BetreuungsschlĂŒssel zusammenbringen, damit beide davon profitieren (vorab Wismarer Kompetenz-Analyse). Effekt: Weniger VerhaltensauffĂ€lligkeiten aufgrund der Zunahme der kommunikativen Kompetenz.

Eine Differenzierung der Hilfeplanung ist notwendig. Es werden zusĂ€tzliche externe Hilfen gebraucht. Die behinderten Menschen brauchen Pflege- und RĂŒckzugsrĂ€ume! Herr Kirch (BW Heilbronn-Talheim: Neue Mitarbeiter, kleine RĂ€ume, bessere Betreuung – das ergibt Inklusion. Die verbesserte Kommunikation zeigt bereits nach vier Monaten Wirkung. Es wird viel mit Sektoral-Timern und mit Lern-PCs gearbeitet.

Frau Wagner (Remstal-WerkstĂ€tten Waiblingen): FuB wird oft neben WfbM angesiedelt. Es geht um sinnstiftende Förderung, lebenswerte Aufgaben und DurchlĂ€ssigkeit. Ambulante Teilhabe an Arbeit in grĂ¶ĂŸerer Arbeitsgruppe, Nachholen von BBB, evtl. mit Hilfsassistent (Praktikum) vor Ort.

Kooperationsprojekt FuB und GemĂŒsebau: FuBler helfen bei Tomatenernte, Wiegen und Verkaufen. Partnermodell mit eingestreuten PlĂ€tzen z.B. beim Therapeutischen Reiten/ Dyade mit MA Lohn. Leistungstypen differenzieren zu wenig. Rahmenvertrag-VergĂŒtungsverhandlungen mĂŒssen gefĂŒhrt werden. Angehörige und Betreuer mĂŒssen den Anstoß geben, wenn zwischen WfbM und FuB gewechselt werden soll.

 

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